Gästebuch

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Rolf Ruck schrieb am 23.03.2013 - 09:49 Uhr
Übertrag aus dem alten Gästebuch vom: 04.05.2012 um 14:42 Uhr

Hallo Franz.

Vor mehr als einem Jahr...

Es war mehr als 40 Jahre her, als ich das letzte Mal mit meinem Fahrrad, oder war es mit dem Auto(?), die Kanalstraße in Münster herunterfuhr, über die Kinderhauser Straße einbog in die Straße am Max Clemens Kanal.

Schlagloch an Schlagloch, so war es immer.

Schinkenschnittchen mit 2 Spiegeleier, dazu ein Germania Bier und 2 klare westfälische Korn oder auch mal einen Wacholder.

Wir saßen immer am Herdfeuer.

Über uns und an der Decke verteilt die hängenden Schinken.

Einen Bierdeckel für das abtropfende Fett am Ende des Schinkens.

Franz Renfert stand hinterm Tresen, die eine Schwester bediente und die andere Schwester stand als Köchin in der Küche.

Links die Schweine- und Kuhställe , rechts das Hochzeits- oder Versammlungszimmer.

Blümchentapete, wenn gleich man nicht genau das Design mehr erkennen konnte.

Ausgesucht von Heinrich Clasing, aus dem Kleinen Raum Clasing.

Und eine Erinnerung stieg hoch.

Ein Mädel unserer Clique war damals schwanger.

Hochschwanger.

Burghart Töppner fuhr sie mit seinem Bulli zur Hölt´ne Schluse, über die Schlaglochstraße.

Die Clique wartete vor dem Biergarten.

Das Auto kam und es stieg niemand aus.

Eine Geburt in Burghart Töppners Bulli !

Nee, sie stieg aus , die Hände um den wulstigen Bauch gelegt.

"Ich werd doch wohl nicht auf mein Schinkenschnittchen verzichten!"

Heute, am Mittwoch, dem 17. Februar 2011, nach mehr als 40 Jahren, war fast alles wie es damals war.

Franz Renfert stand hinter der Theke, ein wenig älter geworden, aber immer noch die leicht gerötete Hautfarbe, zapfte diesmal Pinkus Müller Pils und kippte den Korn in die Pinnekes und die chemierote Regina in die Gläser.

Und er erzählte seine Dönekes, aus seiner Studentenzeit und den sagenhaften Handwerkern aus der Bauernschaft Sandrup.

Seine beiden Schestern sind gestorben.

Heute hat eine andere den Platz in der Küche eingenommen.

Sie arbeitete noch Jahre mit der Schwester in der Küche.

Sie kennt alle Rezepte, von der Hochzeitssuppe bishin zum legendären Schinkenschnittchen oder dem Apfelpfannkuchen.

Im Herdfeuer prasselt das Buchenholz und das schummerige Licht schafft die nirgends sonst erlebte beruhigende Atmosphäre.

Noch immer hängen Schinken mit den Bierdeckeln unter der Decke und im Rauchfang und ich denke, ich höre die Schweine nebenan grunzen und die Kühe leise muhen.

Wenn eines beruhigend ist an diesem Moment, dann die Erkenntnis, es ändert sich vieles in einem Menschenleben, aber es gibt die Gewissheit, manches ändert sich doch nicht, in Münster und in der Hölt´nen Schluse.

Und bitte: So soll es bleiben !

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RA Miguel Lück schrieb am 23.03.2013 - 08:55 Uhr
Übertrag aus dem alten Gästebuch vom: 14.03.2012 um 14:26 Uhr

Wir haben uns bei Ihnen sehr wohl gefühlt, insbesondere die Tagessuppe und der Schinken sind der Knaller.

Kommen immer gerne wieder ans offene Feuer !

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Rolf schrieb am 23.03.2013 - 08:49 Uhr
Übertrag aus dem alten Gästebuch vom: 12.03.2012 um 15:42 Uhr

Mein lieber Franz.

Du hast sooo viele Gäste von nah & fern, aber immer noch kein GÄSTEBUCH, das hab ich nun geändert ! ;-))

Ich wünsche dir und deinen Gästen viel Freude beim Lesen und Schreiben.

Bis die Tage - zapf schon mal an - Gruß Rolf

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